Wir sind beinahe täglich damit konfrontiert, Informationen über uns preiszugeben. Zur Person, zu Umständen der Person. Oft tun wir das, ohne darüber nachzudenken. Oft ist das auch in Ordnung, und oft ist es auch notwendig.

  • Bei einer Bestellung im Internet braucht der Verkäufer die Adresse des Kunden, um die Waren liefern zu können. Das Alter des Kunden ist wichtig, um sicher zu sein, dass der Kunde auch geschäftsfähig ist.
  • Ein Arbeitgeber muss wissen, welche Qualifikationen die Bewerber haben. Die Angabe des Girokontos des Arbeitnehmers sind notwendig, um das Gehalt bezahlen zu können.
  • Eine Bank möchte wissen, ob der Kunde schon irgendwo anders Kredite aufgenommen hat.

Wenn es also für einen bestimmten Zweck notwendig ist, bestimmte Daten zu erheben, darf der Erhebende diese nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis für andere Zwecke verwenden oder weitergeben. Und er muss sicherstellen, dass diese Daten nicht jedermann zugänglich sind.

Dies ergibt sich aus Art. 2 des Grundgesetzes. Dort ist das allgemeine Persönlichkeitsrecht festgelegt, zu dem das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gehört.

Insbesondere in Zeiten der inflationären Verbreitung durch das Internet und der hier fehlenden oder eingeschränkten Möglichkeit, die eigenen Daten zu kontrollieren, zu korrigieren oder auch wieder zu löschen („das Internet vergisst nie!“), ist es notwendig, Regelungen zu treffen, wie mit persönlichen Daten umzugehen ist.

Dafür wurde der Datenschutz erfunden. Er richtet sich auf den Schutz dieser personenbezogenen Daten. Das sind Daten, die direkt zu einer Person gehören oder ihr zugeordnet werden können.

Dazu gehört eben auch, dass nur die Daten erhoben werden dürfen, die unbedingt notwendig sind (Datenvermeidung und -sparsamkeit, § 3a BDSG):

  • Der zukünftige Arbeitgeber muss (normalerweise) nicht wissen, ob der Bewerber Kredite aufgenommen hat,
  • der Verkäufer im Internet braucht nicht das vollständige Geburtsdatum, wenn der Kunde volljährig ist.

In Unternehmen überwacht der Datenschutzbeauftragte die Einhaltung dieser Regeln.

Warum Datenschutz?

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